Selbstmanagement: Neue Spielräume eröffnen

Wir alle tragen viele verschiedene Hüte: Wir sind Mitarbeitende, Vorgesetzte, Arbeitskollege/in, FreundIn, Familienmitglied, Vereinsmitglied, vielleicht Mutter, Vater etc. Diese unterschiedlichen Rollen versuchen wir in unserem Leben zufriedenstellend unterzubringen. Mal gelingt das gut, mal besser, mal gar nicht. Ganz sicher ist jedoch: es wird es immer schwieriger.

Der Mensch bewegt sich in drei Lebenswelten: der Arbeitswelt, der Privatwelt und der Eigenwelt*. Die Arbeitswelt steht für Beruf, Leistung, Karriere und Ansehen in der Gesellschaft. Die Privatwelt steht für Partnerschaft, Familie, Freunde und sozialen Kontakt. Die Eigenwelt steht für Zeit und Raum für sich selbst, Selbstverwirklichung, Sinn, Werte, Visionen und Spiritualität.

Ein wichtiger Schlüssel für Zufriedenheit im Leben liegt darin, eine inhaltliche Stimmigkeit und manchmal auch eine zeitliche Balance dieser drei Lebenswelten zu erreichen. Dabei kann die Zufriedenheit in allen drei Lebenswelten liegen: vielleicht sind es die spannenden Herausforderung in der Arbeit, das inspirierende Gespräch unter Freunden oder die kraftvolle Ruhe eines Spaziergangs alleine im Wald…

Vielerorts ist die Balance zwischen den Lebenswelten aus dem Lot geraten. Die Arbeit ist hektischer und fordernder geworden; die Kommunikationstechnologie ermöglicht Erreichbarkeit über die Präsenzzeit heraus; der Leistungsdruck aus der Arbeitswelt schwappt in die Bereiche des Privatlebens hinüber. Kurzum: die Zeit rennt uns davon; und – über kurz oder lang – kommen die Privat- oder die Eigenwelt zu kurz. Das Ergebnis: latente Unzufriedenheit macht sich breit.

Es lohnt sich also, innezuhalten und über Ziele und Inhalt der Lebenswelten zu reflektieren. Was will ich in der Arbeits- und Privatwelt erreichen? Was sind die heutigen Inhalte in diesen beiden Welten? Führen Sie mich wirklich zum definierten Ziel? Wie sorge ich für Zeit und Raum für mich selbst (Eigenwelt)? Was sind meine Werte und Visionen? Wie erhole ich mich am besten?

Nach der Reflektion geht es um die Handlungsaktivierung, mit dem Ziel, sich gezielt Spielräume zu verschaffen: Was kann ich an der Situation auf der Arbeit verändern? Wie kann ich mein Verhalten bezüglich einer gegebenen Arbeitssituation verändern? Wo kann ich mich besser abgrenzen und „Nein“ sagen? Welche inneren Antreiber sind mir nützlich, welche hinderlich und wie fördere, respektive verwässere ich sie? Wann lege ich kurze Pausen ein, wie diszipliniere ich mich zum periodischen Waldspaziergang?

Das Herausarbeiten von Spielräumen gibt einen Teil Selbstbestimmung zurück – das gute Gefühl, in einem zufriedenstellenden Ausmass selbst über die Balance seiner drei Lebenswelten bestimmen zu können. Ein Coaching unterstützt Sie im Selbstmanagement, begleitet Sie bei der Reflektion über Ihre drei Lebenswelten und der Erarbeitung von Spiel- und Handlungsräumen.

*Quelle: Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich
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