Berufsalltag: Ihre Persönlichkeit führt mit

Ihre Persönlichkeit und Ihre Rolle als Führungskraft, sind untrennbar miteinander verbunden. Der Umgang mit Mitarbeitenden, das Kommunikationsverhalten, das Konfliktmanagement und die Leistungsmotivation werden massgeblich von Ihrer Persönlichkeit beeinflusst. Das Führen kann erlernt werden; die Einbringung der Persönlichkeit in die Rolle als Führungskraft, nicht. Für Letzteres braucht es die Schärfung des Bewusstseins gegenüber der eigenen Persönlichkeit. Dies beinhaltet die Bewusst­machung der persönlichen Glaubenssätze, Werte, Antreiber, Konfliktverhalten sowie Kommunikations­muster.

In einem Coaching können eben diese Persönlichkeitsaspekte und Charaktermerkmale erfahrbar gemacht werden. Zum Beispiel: Was sind meine ureigenen Glaubenssätze nach welchen ich mein Tun und Handeln steuere? Was erwarte ich – vielleicht implizit – von meinen Mitmenschen aufgrund meiner eigenen Glaubens­sätze? Darf ich davon ausgehen, dass meine Mitarbeitenden nach denselben Glaubenssätzen leben? Vielleicht ist einer meiner Glaubenssätze: „Nur durch permanente Höchstleistung widerfährt mir Anerkennung.“ Somit ist meine Leistungsmotivation jederzeit gegeben. Und wie wirkt sich dieser Glaubenssatz auf meine Erwartungen gegenüber den Mitarbeitenden aus?

Oder: wie steht es um das Vertrauen in andere Menschen (und in mich selbst)? Habe ich schon früh gelernt, dass, Kontrolle besser ist als Vertrauen? Bin ich im Geschäft hoffnungslos überlastet, weil meine Mitarbeitenden einfach nicht selbst denken können und ich alles selbst machen muss. Kann ich meinen Mitarbeitenden vertrauen und Arbeiten auch wirklich delegieren?

Oder: wie ist mein persönliches Konfliktverhalten? Weiche ich im Privatleben Konflikten eher aus? Woher kommt das? Oder neige ich zum Gegenteil und spüre mich selbst und das Gegenüber nur, wenn so richtig toll die Fetzen fliegen? So oder so, im Berufsalltag wird sich das persönliche Konfliktverhalten manifestieren sobald Konfliktmanagement angesagt ist…

Oder: wie steht es um mein Kommunikationsverhalten? Teile ich wertfreie Beobachtungen mit? Oder springe ich dem Gegenüber ins Gesicht mit Anschuldigungen? Erkenne ich meinen eigenen Anteil in Situationen oder sehe ich das Problem immer bei anderen? Kann ich meine Erwartungen an Mitarbeitende klar und verständlich kommunizieren? Kann ich Leistung einfordern? Kann ich zuhören und die Erwartungen meiner Mitarbeitenden an mich entgegennehmen? Ermuntere ich die Mitarbeitenden eigene Vorschläge zu Problemlösungen zu unterbreiten?

Wie anhand dieser Fragestellungen unschwer zu erkennen ist, führt die Persönlichkeit zu jederzeit mit. Sie kann nicht vor der Eingangstüre zum Geschäft abgestreift werden. Insofern sollte eine der obersten Führungsmaxime lauten: „Lernen Sie sich selbst kennen!“. Ein Coaching eignet sich prima dafür. Und wenn die Persönlichkeit bewusst gemacht wurde, kann immer noch zum Führungsmodell „Führen nach Reifegrad des Mitarbeitenden“ übergegangen werden…

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